Ein altes Gartenhaus muss weg – wohin mit dem ganzen Holz?
Das Gartenhaus hat Ihnen jahrelang gute Dienste geleistet. Doch nun ist das Holz morsch, das Dach undicht und eine Renovierung lohnt sich nicht mehr. Sie haben beschlossen, das alte Häuschen abzureißen. Aber wohin mit den ganzen Brettern, Balken und Latten? Der normale Hausmüll kommt dafür nicht infrage. Und die nächste Deponie ist weit entfernt.
Genau hier kommt ein Holz-Container ins Spiel. Diese speziellen Behälter sind für die fachgerechte Entsorgung von Holzabfällen konzipiert. Sie werden direkt zu Ihnen geliefert und nach der Befüllung wieder abgeholt. Das spart Ihnen Zeit, Fahrten und vor allem Nerven. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie als Anfänger über Holz-Container wissen müssen.
Wir erklären Ihnen, welche Holzarten in den Container dürfen. Sie lernen die verschiedenen Altholzkategorien kennen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Container bestellen und welche Kosten auf Sie zukommen. Nach der Lektüre können Sie Ihr Holzentsorgungsprojekt selbstbewusst angehen.
Was ist ein Holz-Container eigentlich?
Ein Holz-Container ist ein Abfallbehälter speziell für Holzabfälle. Stellen Sie sich einen großen, stabilen Metallkasten vor. Dieser Kasten wird per Lkw zu Ihrem Grundstück gebracht. Sie befüllen ihn mit Ihrem Altholz und das Entsorgungsunternehmen holt ihn wieder ab. Das Holz wird dann sortiert und dem Recycling oder der Verwertung zugeführt.
Der Behälter für Holzabfälle funktioniert wie eine große Einkaufstasche. Sie sammeln alles hinein, was Sie loswerden möchten. Nur dass diese Tasche mehrere Kubikmeter fasst und von Profis abgeholt wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sie müssen nicht selbst zur Entsorgungsstelle fahren. Das Unternehmen erledigt den Transport für Sie.
Holz-Container gibt es in verschiedenen Größen. Die Spanne reicht von kleinen 3-Kubikmeter-Behältern bis zu großen 30-Kubikmeter-Containern. Für private Projekte wie einen Gartenhausabriss oder eine Terrassenrenovierung reicht meist ein mittelgroßer Container. Ein 7 m³ Absetzcontainer bietet beispielsweise genug Platz für ein durchschnittliches Gartenhäuschen samt Unterkonstruktion.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Holz-Container dient ausschließlich der Entsorgung von Holzabfällen
- Die Behälter werden geliefert, befüllt und wieder abgeholt
- Verschiedene Größen sind verfügbar – von 3 bis 30 Kubikmeter
- Nur sortenreines Holz gehört in den Container
Altholzkategorien verstehen: Von A1 bis A4
Holz ist nicht gleich Holz. Das klingt zunächst verwirrend, ist aber schnell erklärt. Je nachdem, wie das Holz behandelt wurde, fällt es in eine andere Kategorie. Diese Kategorien heißen A1, A2, A3 und A4. Die Einteilung bestimmt, wie das Holz entsorgt oder wiederverwertet wird. Für Sie als Kunde ist wichtig zu wissen: Je höher die Kategorie, desto aufwendiger und teurer die Entsorgung.
Altholz A1 – das naturbelassene Holz
In die Kategorie A1 fällt Holz, das naturbelassen ist. Es wurde weder gestrichen noch lackiert oder anderweitig behandelt. Typische Beispiele sind unbehandelte Paletten, Holzkisten und Transportholz. Auch Verschnitt aus der Holzverarbeitung gehört hierher. Dieses Holz lässt sich am einfachsten recyceln und verwerten.
Stellen Sie sich A1-Holz wie frisches Obst vor. Es ist rein und unverändert. Dadurch kann es problemlos weiterverarbeitet werden. Oft wird es zu Spanplatten oder Holzpellets verarbeitet. Manchmal dient es auch als Brennmaterial in Biomassekraftwerken. Die Entsorgung von A1-Holz ist daher meist am günstigsten.
Altholz A2 – verleimt oder beschichtet
Holz der Kategorie A2 wurde verarbeitet, aber nicht gefährlich behandelt. Hierzu zählen Spanplatten, Möbelholz und Innentüren. Auch beschichtete Platten und Laminat fallen in diese Gruppe. Das Holz enthält Leim oder Beschichtungen, aber keine Schadstoffe. Die Verwertung ist etwas aufwendiger als bei A1.
Denken Sie an A2-Holz wie an verpackte Lebensmittel. Die Verpackung muss erst entfernt werden, bevor man das Produkt verwenden kann. Bei A2-Holz müssen die Beschichtungen beim Recycling berücksichtigt werden. Trotzdem ist die Entsorgung noch relativ unkompliziert und bezahlbar.
Altholz A3 – behandeltes Holz
In Kategorie A3 finden wir Holz mit Farben oder Lacken. Alte Fensterrahmen ohne Glas gehören dazu. Ebenso gestrichene Außentüren und lackierte Holzverkleidungen. Terrassendielen mit Holzschutzlasur zählen ebenfalls hierher. Das Holz wurde gegen Witterung oder Schädlinge behandelt.
A3-Holz können Sie sich wie Kleidung vorstellen, die chemisch gereinigt werden muss. Es ist nicht gefährlich, braucht aber besondere Behandlung. Die Verbrennung erfolgt in speziellen Anlagen mit Filterung. Dadurch gelangen keine Schadstoffe in die Umwelt. Die Entsorgungskosten liegen höher als bei A1 und A2.
Altholz A4 – schadstoffbelastet
Die höchste Kategorie A4 umfasst belastetes Holz. Alte Bahnschwellen sind das bekannteste Beispiel. Auch Holz mit Teeröl-Imprägnierung gehört dazu. Ebenso Holz, das mit PCB oder anderen Giftstoffen behandelt wurde. Diese Hölzer erfordern eine Sonderbehandlung bei der Entsorgung.
Vergleichen Sie A4-Holz mit Sondermüll im Haushalt. Wie alte Batterien oder Chemikalien braucht es spezielle Entsorgungswege. Die Verbrennung erfolgt nur in dafür zugelassenen Anlagen. Die Kosten sind entsprechend hoch. Zum Glück kommt A4-Holz im privaten Bereich selten vor.
Wichtig zu wissen
In einen Standard-Holz-Container dürfen meist nur die Kategorien A1 bis A3. Für A4-Holz benötigen Sie eine separate Entsorgungslösung. Fragen Sie im Zweifelsfall beim Entsorgungsunternehmen nach.
Die richtige Containergröße für Ihr Projekt wählen
Die Wahl der passenden Containergröße ist entscheidend. Ein zu kleiner Container bedeutet Mehrkosten für einen zweiten Behälter. Ein zu großer Container verschwendet Geld für ungenutzten Raum. Die gute Nachricht: Mit ein paar Faustregeln treffen Sie die richtige Entscheidung. Wir helfen Ihnen, das passende Volumen für Ihr Vorhaben zu ermitteln.
Für kleine Projekte eignen sich Container zwischen 3 und 5 Kubikmetern. Eine alte Gartenbank, ein paar Zaunlatten oder Reste vom Terrassenbau passen gut hinein. Diese Größe entspricht etwa einer mittelgroßen Garage voller Holz. Für den privaten Gebrauch ist das oft ausreichend.
Mittlere Projekte erfordern mehr Platz. Der Abriss eines Gartenhäuschens oder die komplette Erneuerung einer Holzterrasse produziert mehr Abfall. Ein 7 m³ Absetzcontainer ist hier die richtige Wahl. Er bietet genug Raum für Dachlatten, Wandbretter und die Unterkonstruktion eines Gartenhauses. Die Beladungshöhe erlaubt auch sperrige Teile.
Größere Vorhaben wie der Abriss eines Carports oder umfangreiche Dacharbeiten brauchen noch mehr Kapazität. Container mit 10 bis 15 Kubikmetern fassen auch diese Mengen. Für gewerbliche Projekte oder Großbaustellen gibt es Behälter bis 30 Kubikmeter. Diese werden als Abrollcontainer per Hakenlift transportiert.
|
Containergröße |
Geeignet für |
Beispielprojekte |
|
3 m³ |
Kleine Mengen |
Gartenmöbel, Zaunreste, kleine Renovierung |
|
5 m³ |
Private Projekte |
Terrasse teilweise, Dachboden entrümpeln |
|
7 m³ |
Mittlere Projekte |
Gartenhaus, komplette Terrasse |
|
10 m³ |
Größere Vorhaben |
Carport, Dachstuhl teilweise |
|
15+ m³ |
Gewerblich |
Abrissarbeiten, Produktionsabfälle |
Was gehört in den Holz-Container – und was nicht?
Die Befüllung des Containers folgt klaren Regeln. Nur sortenreines Altholz gehört hinein. Das bedeutet: ausschließlich Holz und nichts anderes. Fremdstoffe müssen draußen bleiben. Diese Vorgabe dient dem effizienten Recycling. Je reiner das Material, desto besser die Wiederverwertung.
Das darf in den Holzcontainer
Die Liste der erlaubten Materialien ist umfangreich. Grundsätzlich dürfen alle Hölzer der Kategorien A1 bis A3 in den Container. Das deckt die meisten privaten und gewerblichen Holzabfälle ab. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der typischen Materialien, die Sie bedenkenlos entsorgen können.
- Unbehandelte Bretter und Balken
- Holzpaletten und Transportkisten
- Spanplatten und MDF-Platten
- Alte Möbel aus Holz (ohne Polster)
- Laminat und Parkett
- Innentüren und Türzargen
- Fensterrahmen aus Holz (ohne Glas)
- Gestrichene oder lackierte Hölzer
- Holzverkleidungen und Paneele
- Dachlatten und Schalungsbretter
- Zaunpfähle und Gartenholz
- Verschnitt und Sägespäne in Säcken
Das darf nicht hinein
Einige Materialien sind im Holzcontainer tabu. Sie würden das Recycling erschweren oder unmöglich machen. Manche sind auch rechtlich problematisch. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist wichtig. Verstöße können zu Nachsortierkosten oder sogar zur Ablehnung der Ladung führen.
- Bahnschwellen und Telegrafenmasten (A4-Holz)
- Imprägnierte Gartenhölzer mit Teeröl
- Holz mit anhaftenden Steinen oder Beton
- Wurzelstöcke mit Erdanhaftungen
- Kunststoffe, Folien und Verpackungen
- Metalle, Schrauben und Beschläge in großen Mengen
- Glas in jeder Form
- Dämmmaterialien und Mineralwolle
- Teppiche und Bodenbeläge
- Hausmüll und Restabfall
Praxis-Tipp
Kleine Mengen an Schrauben und Nägeln im Holz sind kein Problem. Diese werden beim Recycling maschinell aussortiert. Entfernen Sie aber große Metallbeschläge wie Scharniere oder Winkel nach Möglichkeit vorab.
Der Unterschied zum Baumischabfall-Container
Viele Anfänger fragen sich, warum sie einen speziellen Holzcontainer bestellen sollen. Schließlich gibt es auch Container für Baumischabfall. Der Unterschied liegt im Recycling und im Preis. Wir erklären Ihnen, wann welche Option sinnvoll ist. Diese Entscheidung kann bares Geld sparen.
Ein Baumischabfall-Container nimmt verschiedene Materialien auf. Holz, Kunststoff, Metall und Bauschutt dürfen gemischt werden. Das klingt praktisch, hat aber einen Nachteil: Die Entsorgungskosten sind deutlich höher. Denn die Sortierung muss nachträglich erfolgen. Das verursacht zusätzlichen Aufwand beim Entsorgungsunternehmen.
Der reine Holzcontainer hingegen enthält nur eine Materialart. Dadurch entfällt die aufwendige Nachsortierung. Das Holz kann direkt der Verwertung zugeführt werden. Diese Effizienz spiegelt sich im günstigeren Preis wider. Bei größeren Holzmengen lohnt sich die Trennung daher immer.
Die Faustregel lautet: Fällt bei Ihrem Projekt hauptsächlich Holz an? Dann wählen Sie den Holzcontainer. Haben Sie gemischte Abfälle aus verschiedenen Materialien? Dann ist der Baumischabfall-Container die bessere Wahl. Bei gemischten Projekten können Sie auch beide Containertypen parallel bestellen.
So bestellen Sie Ihren Holz-Container in Berlin
Die Bestellung eines Containers für Holzabfälle ist unkompliziert. In wenigen Schritten erhalten Sie Ihren Behälter direkt vor die Haustür. Wir führen Sie durch den Prozess. Dabei zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten. So vermeiden Sie Verzögerungen und Zusatzkosten.
Schritt 1: Bedarf ermitteln
Zunächst schätzen Sie die anfallende Holzmenge. Messen Sie grob die Dimensionen Ihres Projekts. Ein Gartenhaus von 3 mal 4 Metern ergibt zerlegt etwa 5 bis 7 Kubikmeter Holz. Bedenken Sie, dass loses Holz mehr Platz braucht als gestapeltes. Kalkulieren Sie lieber etwas großzügiger.
Schritt 2: Container auswählen
Basierend auf Ihrer Schätzung wählen Sie die passende Größe. Für das genannte Gartenhaus-Beispiel eignet sich ein 7 m³ Absetzcontainer optimal. Bedenken Sie auch den Stellplatz. Der Container braucht eine ebene, befestigte Fläche. Die Zufahrt muss für den Lkw befahrbar sein.
Schritt 3: Termin vereinbaren
Kontaktieren Sie das Entsorgungsunternehmen telefonisch oder online. Geben Sie den gewünschten Liefertermin an. Die meisten Anbieter können innerhalb von 24 Stunden liefern. Für Wochenendlieferungen ist oft ein Aufpreis fällig. Planen Sie auch den Abholtermin grob ein.
Schritt 4: Genehmigung prüfen
Steht der Container auf Ihrem Privatgrund, brauchen Sie keine Genehmigung. Bei Aufstellung auf öffentlichem Straßenland sieht das anders aus. Dann benötigen Sie eine Sondernutzungserlaubnis vom Bezirksamt. Viele Entsorgungsunternehmen übernehmen diese Beantragung für Sie. Fragen Sie bei der Bestellung danach.
Schritt 5: Container befüllen
Nach der Lieferung beginnt die Befüllung. Laden Sie das Holz möglichst gleichmäßig ein. Sperrige Teile gehören nach unten, kleinere Stücke füllen die Lücken. Überladen Sie den Container nicht. Das Holz darf die Oberkante nicht überragen. Andernfalls ist der sichere Transport nicht möglich.
Schritt 6: Abholung beauftragen
Ist der Container voll, melden Sie die Abholbereitschaft. Das Unternehmen holt den Behälter zeitnah ab. Bei Bedarf stellt es direkt einen neuen Container auf. Der gefüllte Container wird gewogen und der Entsorgung zugeführt. Sie erhalten einen Nachweis über die ordnungsgemäße Entsorgung.
Checkliste vor der Bestellung
- Holzmenge geschätzt und Containergröße gewählt
- Stellplatz vorhanden und zugänglich
- Liefertermin festgelegt
- Genehmigung geklärt (falls öffentlicher Grund)
- Holzkategorien geprüft (A1-A3 oder A4?)
Kosten und Preise für die Holzentsorgung
Die Kosten für einen Holz-Container setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Zu verstehen, wie der Preis entsteht, hilft Ihnen bei der Planung. Sie können dann besser vergleichen und mögliche Einsparpotenziale nutzen. Wir schlüsseln die einzelnen Kostenfaktoren für Sie auf.
Die Mietgebühr
Jeder Container wird gemietet, nicht gekauft. Die Mietdauer beträgt meist eine bis zwei Wochen. In diesem Zeitraum können Sie den Behälter befüllen. Längere Standzeiten sind gegen Aufpreis möglich. Die Grundmiete deckt Transport und Behälternutzung ab.
Die Entsorgungskosten
Der zweite große Posten sind die Entsorgungskosten. Diese richten sich nach dem Gewicht des Materials. Beim Entsorger wird der Container gewogen. Sie zahlen dann pro Tonne entsorgten Holzes. Je nach Altholzkategorie variieren die Preise. A1-Holz ist am günstigsten, A3-Holz teurer.
Mögliche Zusatzkosten
Einige Situationen verursachen Mehrkosten. Eine Expresslieferung innerhalb weniger Stunden kostet extra. Wartezeiten bei der Abholung können berechnet werden. Liegt der Container auf öffentlichem Grund, fallen Genehmigungsgebühren an. Auch Fehlbefüllungen führen zu Nachsortierkosten.
Die Gesamtkosten für einen mittelgroßen Holzcontainer liegen in Berlin typischerweise zwischen 200 und 500 Euro. Dieser Rahmen hängt von Containergröße, Standzeit und Holzmenge ab. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach Angabe Ihrer Projektdetails. Seriöse Unternehmen erstellen transparente Kostenaufstellungen ohne versteckte Gebühren.
|
Kostenart |
Beschreibung |
Einflussfaktoren |
|
Containermiete |
Grundgebühr für Behälter und Transport |
Größe, Standzeit |
|
Entsorgung |
Nach Gewicht berechnet |
Holzmenge, Kategorie |
|
Genehmigung |
Bei Aufstellung auf öffentlichem Grund |
Bezirk, Dauer |
|
Zusatzleistungen |
Express, Wartezeit, Wochenende |
Individueller Bedarf |
Häufige Anfängerfehler vermeiden
Bei der ersten Containerbestellung passieren oft ähnliche Fehler. Diese kosten unnötig Geld oder verursachen Ärger. Wir haben die häufigsten Stolperfallen gesammelt. Mit diesem Wissen umgehen Sie typische Probleme. Ihr Entsorgungsprojekt läuft dann reibungslos ab.
Fehler 1: Zu kleiner Container
Viele Menschen unterschätzen die anfallende Holzmenge. Zerlegt nimmt ein Gartenhaus mehr Platz ein als gedacht. Die Folge: Der Container ist voll, aber noch Holz übrig. Dann brauchen Sie entweder einen zweiten Container oder mehrere Fahrten. Beide Optionen kosten extra. Planen Sie lieber eine Nummer größer.
Fehler 2: Falsche Befüllung
Manche Kunden werfen Fremdstoffe in den Holzcontainer. Ein paar Plastiktüten oder alte Farbeimer scheinen nicht schlimm. Doch bei der Annahme wird der Inhalt geprüft. Verunreinigungen führen zur Umdeklaration als Baumischabfall. Die Entsorgungskosten steigen dann deutlich. Halten Sie den Container sauber.
Fehler 3: Überladung
Der Container scheint noch Platz zu haben? Dann stapeln manche das Holz über die Oberkante hinaus. Das ist gefährlich und nicht erlaubt. Überstehende Ladung kann beim Transport herunterfallen. Der Fahrer wird die Abholung verweigern. Sie müssen dann erst abladen, bevor der Transport möglich ist.
Fehler 4: Stellplatz nicht vorbereitet
Der Lkw kommt, aber der Stellplatz ist blockiert. Oder der Untergrund ist zu weich für den schweren Container. Solche Situationen führen zu Wartezeiten oder sogar zur Nichtlieferung. Räumen Sie den Stellplatz rechtzeitig frei. Prüfen Sie, ob der Boden das Gewicht trägt.
Fehler 5: Kategorie A4 nicht erkannt
Manchmal enthält das Altholz schadstoffbelastete Teile. Ein imprägnierter Zaunpfahl oder alte Terrassendielen können A4-Holz sein. Dieses Material gehört nicht in den normalen Holzcontainer. Im Zweifelsfall fragen Sie beim Entsorgungsunternehmen nach. Eine falsche Entsorgung kann teuer werden.
Achtung: Rechtsfolgen bei Falschentsorgung
Die illegale Entsorgung von Sonderabfällen wie A4-Holz ist eine Ordnungswidrigkeit. In schweren Fällen drohen hohe Bußgelder. Entsorgen Sie kritische Materialien immer über den korrekten Weg. Das schützt Sie und die Umwelt.
Wohin geht das Holz nach der Abholung?
Die Reise Ihres Altholzes endet nicht mit der Containerabholung. Das Material durchläuft verschiedene Stationen. Am Ende steht die sinnvolle Verwertung. Zu wissen, was mit dem Holz passiert, macht die Entsorgung greifbarer. Außerdem zeigt es den Umweltnutzen der fachgerechten Entsorgung.
Nach der Abholung wird der Container zur Sortieranlage gebracht. Dort prüfen Mitarbeiter den Inhalt auf Qualität und Kategorie. Grobe Verunreinigungen werden entfernt. Das Holz wird zerkleinert und nach Kategorien getrennt. Metalle scheiden Magnetabscheider automatisch aus.
Hochwertiges Holz der Kategorien A1 und A2 geht oft ins Recycling. Es wird zu Spanplatten, MDF oder Holzfaserplatten verarbeitet. Manche Chargen enden als Holzpellets für Heizungen. So entsteht aus Ihrem alten Gartenhaus vielleicht ein neuer Schrank oder wärmt ein Wohnzimmer.
Holz der Kategorie A3 wird thermisch verwertet. Das bedeutet: Es wird in Biomassekraftwerken verbrannt. Dabei entsteht Strom und Wärme. Moderne Filteranlagen reinigen die Abgase. Die Energie ersetzt fossile Brennstoffe. Auch das ist ein Beitrag zum Umweltschutz.
Schadstoffbelastetes A4-Holz erfordert Sonderbehandlung. Es wird in speziellen Hochtemperaturanlagen verbrannt. Die Rückstände werden sicher deponiert. Diese aufwendige Entsorgung erklärt die höheren Kosten. Sie stellt aber sicher, dass keine Giftstoffe in die Umwelt gelangen.
Häufige Fragen zur Holzentsorgung
Kann ich auch kleine Holzmengen entsorgen?
Ja, auch für kleine Mengen gibt es Lösungen. Neben Containern bieten viele Unternehmen einen Selbstlader-Service an. Dabei lädt der Fahrer Ihr Holz direkt auf. Das lohnt sich bei Mengen unter 3 Kubikmetern. Alternativ können Sie das Holz selbst zum Recyclinghof bringen.
Wie lange darf der Container stehen?
Die Standardmietdauer beträgt meist 7 bis 14 Tage. Das reicht für die meisten privaten Projekte aus. Brauchen Sie länger, informieren Sie das Unternehmen rechtzeitig. Gegen einen Aufpreis verlängern Sie die Mietzeit problemlos. Manche Anbieter bieten auch Monatsmieten an.
Darf behandeltes Holz in den Container?
Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Holz mit Farbe, Lack oder Lasur (A3) ist erlaubt. Holz mit Teeröl oder PCB (A4) gehört nicht hinein. Im Zweifelsfall fragen Sie nach. Das Entsorgungsunternehmen kann beraten, ob Ihr Holz für den Standard-Container geeignet ist.
Was passiert bei Falschbefüllung?
Bei leichten Verunreinigungen erfolgt eine Nachsortierung. Diese Kosten werden Ihnen berechnet. Bei schweren Verstößen kann die Annahme verweigert werden. Dann müssen Sie das Material anderweitig entsorgen. Im schlimmsten Fall drohen Bußgelder. Achten Sie daher auf korrekte Befüllung.
Brauche ich eine Genehmigung für den Container?
Auf Privatgrund nicht. Steht der Container auf öffentlichem Straßenland, brauchen Sie eine Sondernutzungserlaubnis. Diese stellt das Bezirksamt aus. Viele Entsorgungsunternehmen kümmern sich gegen Gebühr um die Beantragung. Klären Sie das bei der Bestellung.
Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte
Sie haben nun einen umfassenden Überblick über die Holzentsorgung per Container. Die wichtigsten Informationen haben wir hier noch einmal kompakt zusammengefasst. Mit diesem Wissen sind Sie bestens auf Ihr Projekt vorbereitet. Die folgenden Punkte sollten Sie im Kopf behalten.
- Holz wird in vier Kategorien eingeteilt – A1 (naturbelassen) bis A4 (schadstoffbelastet). Die Kategorie bestimmt Entsorgungsweg und Kosten.
- Die Containergröße richtig wählen – Lieber etwas größer kalkulieren. Ein zweiter Container kostet mehr als die nächste Größe.
- Nur sortenreines Holz einfüllen – Fremdstoffe verteuern die Entsorgung erheblich. Metalle in kleinen Mengen sind kein Problem.
- Den Stellplatz vorbereiten – Ebener, fester Untergrund und freie Zufahrt für den Lkw sind notwendig.
- Frühzeitig bestellen – Besonders in der Bausaison sind Container gefragt. Eine Woche Vorlauf ist empfehlenswert.
Ihr nächster Schritt
Sie planen ein Projekt mit Holzabfällen? Dann ermitteln Sie zunächst die ungefähre Menge. Überlegen Sie, welche Holzkategorien anfallen werden. Prüfen Sie den möglichen Stellplatz auf Ihrem Grundstück. Mit diesen Informationen können Sie ein konkretes Angebot anfordern.
Ein erfahrenes Entsorgungsunternehmen berät Sie bei der Containerwahl. Es beantwortet Ihre Fragen zu Befüllung und Kosten. Bei Bedarf kümmert es sich auch um Genehmigungen. So wird Ihre Holzentsorgung zum stressfreien Erlebnis. Ihr altes Gartenhaus ist dann schneller weg, als Sie denken.
Jetzt Container anfragen
Sie möchten Altholz in Berlin oder Brandenburg entsorgen? ARS Abfallrecyclingsysteme GmbH liefert Ihnen den passenden Container. Ob kleiner Gartencontainer oder großer Abrollbehälter – wir haben die richtige Lösung für Ihr Projekt. Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Online-Formular für ein unverbindliches Angebot.
Für weitere Anfragen oder ein persönliches Angebot können Sie uns gerne per Email oder telefonisch kontaktieren